Die A+A 2025, weltweite Leitmesse für Arbeitsschutz, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, endete nach vier Tagen mit einer positiven Bilanz. Unter dem Leitthema «Der Mensch zählt» präsentierten 2’340 Ausstellende aus 70 Ländern in 13 Messehallen ihre Entwicklungen für eine sichere und gesunde Arbeitswelt. Rund 67’000 Fachbesuchende aus 150 Nationen informierten sich über aktuelle Lösungen und Zukunftsthemen.
Laut Messe Düsseldorf nutzten 81 Prozent der Besuchenden die Messe, um Investitionen vorzubereiten oder neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Der Anteil internationaler Gäste lag mit 52 Prozent auf dem Niveau der Vorveranstaltung.
«Die A+A hat ihre Rolle als globaler Treffpunkt für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und als wichtiger Wirtschaftsmotor für die Branche erneut eindrucksvoll bestätigt», sagte Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. «Hier werden Investitionen getätigt, Partnerschaften geschlossen und Innovationen erlebbar, die weltweit Standards setzen.»
Schwerpunkt auf Ergonomie, KI und New Work
Das Fachpublikum zeigte sich mit dem Messeangebot weitgehend zufrieden: 97 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Erwartungen erfüllt oder übertroffen wurden. Thematisch standen Ergonomie, Künstliche Intelligenz (KI), New Work sowie nachhaltige Materialien in der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) im Vordergrund.
Im EXO PARK wurden Exoskelette und digitale Ergonomiehilfen unter realistischen Arbeitsbedingungen präsentiert. Zahlreiche Ausstellende zeigten PSA-Lösungen, die Schutzfunktionen mit Leichtbau, Funktionalität und Ressourcenschonung kombinieren.
Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Start-up Zones, darunter der Bereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, wo junge Unternehmen KI-basierte Analysen, sensorgestützte Schutzsysteme und digitale Assistenzlösungen vorstellten.
39. A+A Kongress mit praxisnahen Formaten
Parallel zur Messe fand der 39. Internationale Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin statt, veranstaltet von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi). Rund 3’000 Teilnehmende besuchten mehr als 100 Veranstaltungen mit 330 Referierenden.
Neue Formate wie die Vision Zero Bühne und das A+A Kino vertieften den Austausch zwischen Forschung und Praxis. Thematisch reichte das Spektrum von Digitalisierung im Arbeitsschutz über gesundheitsfördernde Führung und Gewaltprävention bis zu aktuellen Fragen der Arbeitsmedizin.
Dr. Christian Felten, Geschäftsführer der Basi, fasste zusammen: «Der A+A Kongress 2025 hat gezeigt: Prävention ist mehr als Theorie – sie ist erlebbar und zukunftsweisend.»
Rahmenprogramm mit Praxisbezug
Das Trend Forum bot Fachbeiträge zu mentaler Gesundheit, Prävention und dem Einsatz digitaler Technologien. Live-Demonstrationen in den Bereichen Brandschutz und Notfallmanagement zeigten praxisnahe Lösungen für sicherheitsrelevante Szenarien.
Einen ergänzenden Akzent setzte die Corporate Fashion Show, bei der Hersteller neue Kollektionen im Bereich Workwear und PSA vorstellten. Moderne Arbeitskleidung soll heute sowohl Schutz als auch Tragekomfort und Funktionalität verbinden.
Bedeutung für die MEM-Industrie
Für die MEM-Industrie (Maschinenbau, Elektrotechnik, Metall) verdeutlicht die A+A 2025, wie stark Technologie, Ergonomie und Arbeitssicherheit zusammenrücken. Entwicklungen im Bereich digitaler Sensorik, KI-gestützter Assistenzsysteme und intelligenter Werkstoffe wirken zunehmend auch in die industrielle Produktion hinein.
Gerade im Maschinen- und Anlagenbau entstehen neue Anwendungsfelder für sicherheitsrelevante Systeme, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und automatisierte Gefahrenüberwachung. Für die Hersteller von Industrie- und Schutztechnik liefert die Messe damit eine aktuelle Standortbestimmung der globalen Sicherheitsmärkte.