Schweizer MEM-Branche – mit Qualität und Innovation in die Zukunft

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Mit rund 320 000 Angestellten ist die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) die grösste industrielle Arbeitgeberin der Schweiz. Der Erfolg der Branche liegt in der hohen Innovationsfähigkeit begründet.

Aufgrund der hohen Standards mit Bezug auf Qualität, Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit ist der Sektor trotz starkem Schweizer Franken international wettbewerbsfähig. Fast 80 % der Produkte werden exportiert, 60 % davon in die EU. Im internationalen Vergleich belegt die Schweiz den zweiten Platz beim Pro-Kopf-Export von Maschinen. Zu den Gründen des Erfolges dieser Branche gehört eine überdurchschnittlich hohe Innovationsfähigkeit: Die Unternehmen sind es gewohnt, ihre Produkte, Technologien und Prozesse durch Investitionen in Forschung und Entwicklung fortlaufend zu verbessern.

Durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung gelingt es Schweizer Unternehmen, ihre Produkte, Technologien und Prozesse fortlaufend zu verbessern und ihre internationale Führungsposition zu behaupten. Das Label «Swiss Made» steht für ausgezeichnete Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit, was vor allem der Schweizer Präzisionstechnologie weltweit einen erstklassigen Ruf verschafft hat. Aufgrund der hohen Standards ist der Sektor trotz des starken Schweizer Frankens international wettbewerbsfähig.

Gesicherter Marktzugang von existenzieller Bedeutung
Eines der weltweit dichtesten Netzwerke von Freihandelsabkommen eröffnet Unternehmen in der Schweiz den Zugang zu den wichtigsten Exportmärkten, darunter die EU und China. Mit einem Exportanteil von 60 % ist die EU mit Abstand der wichtigste Absatzmarkt für die MEM-Industrie, gefolgt von Asien (19 %) und den USA (13 %).

Sogenannte «Mutual Recognition Agreements» (gegenseitige Anerkennung von Konformitäts- und Qualitätskontrollen) zwischen der Schweiz und der EU, dem EWR/EFTA-Raum, Kanada und der Türkei verringern die Mehrkosten beim Import/Export aufgrund unterschiedlicher Produktevorschriften. Das entsprechende Abkommen mit der EU umfasst 20 Produktetypen, darunter Maschinen, Fahrzeuge, Elektrogeräte oder Baugeräte.

Die Schweiz verfügt nach Deutschland und China über das drittdichteste Netz bilateraler Investitionsschutzabkommen. Die öffentlich-rechtliche Exportrisikoversicherung SERV garantiert Schutz bei riskanten Exportgeschäften.

Investition in die Zukunft: Forschung, Entwicklung, Berufsbildung
Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) bietet fast 20 000 Vollzeitstellen im Bereich Forschung und Entwicklung (F+E). 2015 investierte die Branche rund CHF 2 Mrd. in F+E, was gut 12 % des gesamten F+E-Aufwandes der Privatwirtschaft in der Schweiz ausmacht. Die Unternehmen haben in der Schweiz dank erstklassiger Hochschulen einen guten Zugang zu qualifizierten Fachkräften. An der renommierten ETH Zürich studierten im Jahr 2017 über 7000 Personen Ingenieurwissenschaften, gut die Hälfte davon Maschineningenieurwissenschaften, gefolgt von Elektrotechnik, Informationstechnologie und Informatik. An der EPFL in Lausanne studierten 2017 insgesamt über 3000 Personen Ingenieurswissenschaften, die meisten Studierenden belegten die Fächer Maschinenbau und Mikrotechnik.

Die MEM-Branche bildet derzeit rund 19 000 bis 20 000 Lernende aus und ist damit eine der grössten Ausbildnerinnen in der Schweiz. Die Schweiz gehört seit Jahrzehnten an internationalen Berufsmeisterschaften zu den führenden Nationen – auch dank des Schweizer Berufsbildungssystems, das eine qualitativ hochwertige, praxisnahe und vielseitige berufliche Grundbildung sicherstellt. An den Fachhochschulen stieg im Fünfjahresvergleich 2011–2016 die Anzahl Eintritte in ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen um 13 %. Den grössten Zulauf erfuhren die Studiengänge Informatik (+43 %), Wirtschaftsingenieurwesen (+31 %) und die Maschinentechnik (+15 %).

Das hohe Innovationspotenzial der MEM-Industrie zeigt sich auch im Bereich des geistigen Eigentums. Im Jahr 2018 gewährte das Europäische Patentamt (EPO) der Schweiz 4492 Technologie-Patente. Betrachtet man die Anzahl Patentanmeldungen pro Mio. Einwohner, erreicht die Schweiz in Europa damit einen Spitzenrang bei der Anzahl registrierter Patente in den der MEM-Industrie nahestehenden Bereichen.

Standort Schweiz mit Vorteilen und Herausforderungen
Das Label «Swiss Made» steht für Qualität, Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit – Attribute, für die viele Käufer im Ausland bereit sind, höhere Preise zu bezahlen. Die Preisunterschiede zu ausländischen Konkurrenzprodukten sind beispielsweise bedingt durch den starken Franken sowie das hohe Preis- und Lohnniveau.

In der Schweizer MEM-Industrie ist die Vernetzung von Innovations- und Produktionsprozessen weit fortgeschritten. Dazu gehört insbesondere auch der Einsatz von Technologien aus dem ICTBereich. In der Präzisionsgüterindustrie, die in den letzten Jahren stark gewachsen ist, sind bei 55 % aller Produktionsprozesse Informatik- und Elektronikanwendungen massgebend. Die Schweiz verfügt in diesen Bereichen über exzellentes Fachpersonal. Elf Nationale Thematische Netzwerke (NTN) bieten eine Plattform für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Unternehmen und öffentlichen Forschungsinstitutionen, in Bereichen, die für die MEM-Industrie besonders relevant sind. Dazu gehören insbesondere die Netzwerke «Carbon Composites Schweiz», «Innovative Surfaces», «Swissphotonics», «Swiss Alliance for Data-intensive Services», «Additive Manufacturing Network» sowie «Verein Netzwerk Logistik». KMU, die mehr als 10 % ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren, können finanzielle Unterstützung im Rahmen des Förderprogramms Eurostars erhalten. Das Budget bis 2020 beträgt EUR 1,14 Mrd. Die Schweiz fördert Projekte mit max. EUR 500 000.

Industrie 2025
Die Initiative Industrie 2025 verfolgt die Vision von Industrie 4.0, d. h. die Digitalisierung- und Vernetzung der Wertschöpfungsnetzwerke im Werkplatz Schweiz. Verschiedene Massnahmen mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen zu sichern und auszubauen sowie betroffene Akteure über das Thema Industrie 4.0 zu informieren, zu vernetzen und zu fördern, werden unter der Initiative umgesetzt.

❱ Informationen: www.industrie2025.ch

❱ Factsheet Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) Factsheet Advanced Manufacturing
www.s-ge.com/invest-advancedmanufacturing

www.s-ge.com

Switzerland Global Enterprise
Stampfenbachstrasse 85
8006 Zürich
Tel. +41 44 365 55 12
info(at)s-ge.com
www.s-ge.com

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Datum: 18. - 19. November 2020

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Datum: 18. - 19. November 2020

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Swiss Plastics Expo

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Bezugsquellenverzeichnis