Palettenanlage Wareneingang

Rainer Schulz, Geschäftsführer

Trend geht zur Digitalisierung im Supply-Chain-Management

Publiziert

Innovative Softwarelösungen für steigende Kundenerwartungen

Vor zehn Jahren rief Deutschland die Industrie 4.0 aus mit dem Ziel, die Wirtschaft in der näheren Zukunft zu automatisieren. Trotzdem stufen sich hierbei nach einer Umfrage von bitkom im Jahre 2021 noch 66 Prozent der Firmen als Nachzügler in der Digitalisierung ein.[1] Viele Betriebe haben zwar trotz dieser Einschätzung schon mit der digitalen Transformation ihres Unternehmens begonnen oder sie vor allem aufgrund der Covid-19-Pandemie angestoßen, jedoch ist dieser Prozess oftmals noch nicht abgeschlossen. Dabei müssen Betriebe gerade in der heutigen Zeit viel gezielter und flexibler auf Anforderungen von Kunden reagieren. „Modernisierte Systeme helfen, diesen Erwartungen besser zu entsprechen und die operativen Kosten der Produktion beziehungsweise des Lagers zu reduzieren“, weiß Rainer Schulz, Geschäftsführer der sysmat GmbH. Zudem bieten sie eine hohe bis dauerhafte Verfügbarkeit, gute Planbarkeit und somit viel Verlässlichkeit für den Betrieb. Hier lautet das Stichwort Supply-Chain-Management (SCM). Intelligente Fabriken und Lieferketten ermöglichen eine Verbindung der Produktion und Logistik mit modernster Informations- und Kommunikationstechnologie. Als technische Grundlage hiervon fungieren digital miteinander vernetzte Menschen, Maschinen und teilweise auch Produkte.

Mehr Transparenz in der Lieferkette
93 Prozent der Befragten in einer Inform-Studie zum Thema „Trendreport für das Supply Chain Management 2021“ halten die Digitalisierung des Supply-Chain-Managements für entscheidend in Bezug auf ein gutes Krisenmanagement. Über die Hälfte der Befragten teilt die Meinung, dass die Covid-19-Pandemie eine Beschleunigung der Digitalisierung bewirkt hat.[2] Diese digitalisierte Supply Chain setzt sich aus Smart Devices und Services zusammen. „Sie kommunizieren in Echtzeit, liefern wichtige Daten und sorgen für mehr Transparenz in der Lieferkette“, erklärt der Experte. Für das SCM bedeutet diese Kommunikation die Entstehung einer virtuellen Abbildung der Supply Chain. Dafür erheben Sensoren jederzeit Informationen über Lagerstände, Warenflüsse und den Status der Fertigung. Somit besteht auch die Möglichkeit, alle Beteiligten früher über wichtige Ereignisse zu informieren, damit diese ihren Betrieb schnellstmöglich daran anpassen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, kommt es bei vielen Betrieben zu einer Konzentration auf ihre Kernkompetenzen, und das sorgt auch für das Outsourcing von Aufgaben an andere Firmen. In der modernen Supply Chain stehen somit nicht mehr einzelne Unternehmen im Wettbewerb miteinander, sondern die kompletten Lieferketten vom Lieferanten bis zum Endkunden.

Materialflussrechner steuern den Datenfluss
Auch die Intralogistik befindet sich mitten in der digitalen Transformation und auf dem Weg zur Logistik 4.0. Corona war in diesem Fall nur ein weiterer Beschleuniger des aktuellen Trends. Nach Angaben der Studie von Inform haben 81 Prozent der Befragten konkrete Digitalisierungsprozesse im Bestandsmanagement und in der Lagerverwaltung angestoßen oder befinden sich momentan in der Planung. Über ein Drittel der Teilnehmer beabsichtigt in der Zukunft auch Projekte zu Nachhaltigkeit in der Supply Chain oder im Liefermanagement anzustoßen. Bei KI-Technologie im SCM geht es mit circa 25 Prozent der Unternehmen eher langsam voran.[3] Tagtäglich sorgen Same-Day-Lieferungen, ständige Retouren und ein genereller Zeitdruck der Kunden für Stress im Intralogistiksektor. Hier bieten innovative Softwarelösungen wie beispielsweise matCONTROL eine Möglichkeit. „Sie überwachen ablaufende Prozesse und steuern den Warenverkehr innerhalb der Lager übersichtlich für die Mitarbeiter“, verrät Schulz. Solche Materialflussrechner (MFR) ermöglichen zu jeder Zeit einen optimalen Durchsatz für das Unternehmen. Sie sorgen unter anderem dafür, dass Förderbänder oder Stapler im Lager die korrekte Palette an die richtige Stelle für die Auslieferung transportieren. Diese Digitalisierung der Supply Chain bedeutet eine Optimierung der Herstellerkosten, Lieferkette und mehr Flexibilität, was für die Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt.

Weitere Informationen unter www.sysmat.de

[1]www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/10-Jahre-Industrie-40-was-noch-zu-tun-ist,
[2]

Trendreport Digitalisierung SCM | INFORM GmbH 2021.
[3]

www.inform-software.de/supply-chain-management/trendreport-digitalisierung